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| Ob ein Vulkan endgültig erloschen ist oder vielleicht wieder aktiv
werden kann, interessiert besonders die Menschen, die in der Umgebung eines
Vulkans leben. In jedem Fall hat ein Vulkanausbruch weitreichende Konsequenzen,
denn über das persönliche Schicksal hinaus werden Infrastruktur
und Wirtschaft der betroffenen Region nachhaltig beeinflusst. Daher ist
es das vorrangige Forschungsziel, Vulkanausbrüche möglichst präzise
vorhersagen zu können. Fehlprognosen wären allein unter Kostengesichtspunkten
verheerend (Evakuierung Tausender von Menschen, Stilllegung des gesamten
Wirtschaftslebens u.v.m.). Trotz gewisser Gemeinsamkeiten gleicht kein Vulkan
in seinem Ausbruchsverhalten dem anderen. Demnach sind Beobachtungen über
Ruhephasen oder seismische Aktivitäten eines Vulkans kaum auf einen
anderen übertragbar. Dringt Magma aus der Tiefe nach oben, so können
in bestimmten Bereichen des Vulkans Deformationen der Erdoberfläche
in Form von Aufbeulungen, Absenkungen, Neigungen, Buckeln und Rissen entstehen.
Diese Deformationen können mit meist in Bohrlöchern des Gesteins
fest installierten Neigungsmessern (Klinometern) und Dehnungsmessern (Extensiometern)
vor Ort gemessen werden. Diese Phänomene können aber auch schon
mit einfachen Mitteln wie zum Beispiel mit einem Bandmaß oder durch
aufgesprühte Linien erkannt werden. Anfang August 1982 hatten Geologen
im Kraterboden des Mount St. Helens viele schmale Bodenrisse entdeckt und
sie mit Farblinien markiert.
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| Anfang August 1982 hatten Geologen im Kraterboden des Mount St. Helens
viele schmale Bodenrisse entdeckt und sie mit Farblinien markiert. Zwei
Tage später bereits waren die Linien deutlich gekrümmt, was eine
Veränderung der Risse durch aufsteigendes Magma anzeigte. Wenige Tage
später kam es zu einer heftigen Eruption des Vulkans. Im Oktober 2004
wurde am Mount St. Helens eine Aufbeulung einer Vulkanflanke von mehr als
100 m beobachtet, die auch mit bloßem Auge sichtbar war. |
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